Asien verbindet eine Vielzahl von Ländern mit den unterschiedlichsten Volksgruppen.
So viele Kulturen, Regionen und Traditionen - trotzdem bildet die Nahrung Asiens eine gewisse Einheit.
Die Einflüsse der chinesischen und indischen Küche waren besonders stark durch die Jahrzehnte des Handels und der Einwanderung miteinander.

Reis ist in Asien das Hauptnahrungsmittel.
Die asiatische Küche ist bekannt für das kochen mit dem Wok sowie mit Reis, Gemüse, Sojasauce und Glasnudeln.
Am häufigsten wird in der asiatischen Küche natürlich Reis verwendet.
Reis in allen möglichen Variationen und Formen wie gekocht, gebraten als Füllung und in Bällchenform, Reis ist auch die Basis für den hierzulande immer beliebteren Sushivariationen.
Ob man es glaubt oder nicht es gibt fast 8000 verschiedene Reissorten.

Neben Reis und Soja spielen in der asiatischen Küche noch Algen und vor allem Tofu eine bedeutende Rolle.
Hier in Deutschland wird der Tofu vor allem in der vegetarischen Küche geschätzt. Seine geschmacksneutrale Art ist die Basis für viele Fleischersatz Produkte.
Thailand ist bekannt als das Land der vielen verschiedenen Curry Variationen, aus Gewürzen wie Galant, Ingwer, Chilis, Knoblauch, Kaffirlimonenblättern und Zitronengras.

Fast alle Länder haben Land kilometerlange Küstenstreifen und somit durch das Meer große und vielfältige Mengen an Fisch.
Viele Landgebiete Asiens verfügen über ein subtropisches Klima und extrem fruchtbaren Boden, wodurch die Bevölkerung fast das ganze Jahr durch mit einer großen Fülle an frischem Gemüse und frischen Früchten versorgt werden kann.

Die Küchen von Thailand, China, Vietnam, Laos, und Kambodscha, hatten und haben sehr grossen Einfluss auf die Kräuter, die bei der Zubereitung verwendet werden.
Inder und Portugiesen brachten Gewürze in der Kolonialzeit nach Asien und so entstanden die Kombinationen, die im Westen als Curry bekannt sind.

Die französischen Kolonialherren zwangen die Leute durch Ausbeutung zu Einfallsreichtum bei der Nahrungszubereitung und so entstand unter ihrer Herrschaft die phantasievollen Gerichte aus den verschiedenen Fleisch und Gemüse.
Die Köche verwendeten zum Beispiel Karamell und Glasuren zur Konservierung und um einen unverwechselbaren Geschmack zu erzeigen. Diese Gewohnheit hält sich in Süd Asien bis heute.

Egal welches Asiatisches Land Sie wählen, alle Küchen zeichnen sich durch ihre Vielfalt an Gewürzen – sei es in Pulver- oder Pastenform oder als Sauce – aus.
Eine ganz wichtige Rolle spielen auch Gewürzkräuter wie Basilikum oder Korianderblätter.
Es werden aber auch Gemüsesorten verwendet, die hierzulande eher unbekannt sind.

Vielfältige Geschmacksnuancen, herrliche Dufteindrücke und leichte Speisen zeichnen die asiatischen Küchen aus.




Chili-Schoten
Chili-Schoten gehören zur Gattung der Paprika und sind botanisch gesehen Beeren. In der asiatischen Küche werden überwiegend rote und grüne, sehr scharfe Chili-Schoten verwendet. Als Faustregel gilt: Je kleiner die Chili-Schote desto schärfer. Chilis sollten sparsam dosiert und nur mit Handschuhen verarbeitet werden. Sind keine frischen Chilis zu bekommen, dann können Sie auch getrocknete Chilis für eine gute Stunde in kaltes Wasser legen und dann wie frische Schoten weiter verarbeiten. Auch Chilipulver aus dem Gewürzregal (reichlich verwenden) oder Sambal Oelek (sparsam einsetzen) können Sie als Ersatz-Würze verwenden.

Chili Sauce

Die traditionelle Chili Sauce wird aus gehacktem Chili, Öl, Salz, Knoblauch und Essig zubereitet. Sie gehört in fast allen asiatischen Ländern zum Landesküche dazu und natürlich haben alle asiatischen Nationen ihre besondere Chili Sauce mit einem eigenen Geschmack.

Fisch-Sauce
Diese ausschließlich in asiatischen Gerichten verwendete Würz-Sauce wird aus fermentiertem Fisch hergestellt. Überwiegend kommen Sardellen oder andere kleine Fische dafür zum Einsatz, die zusammen mit Salz, Wasser und Zucker zu einer braunen Sauce verarbeitet werden. Diese Sauce wird als Würze verwendet, die ähnlich wie Salz den Geschmack einer Speise abrundet. Für Europäer überraschend: die Sauce gibt dem Gericht keinen Fisch-Geschmack!

Teriyaki Sauce

Die Teriyaki Sauce ist eine traditionelle asiatische Sauce aus Sojasauce , süßem Reiswein (Mirin), Zucker und anderen Gewürzen. Der Geschmack ist süß-sauer und eignet sich sehr gut um Gerichte zu marinieren.

 



Sojasauce

Der asiatische Saucen-Klassiker. Die Sojasauce ist eine der ältesten der Flüssigkeiten mit Geschmack, die Sauce stammt aus dem VI. Jahrhundert. Nach China verbreitete sie sich in Japan und wurde später in der ganzen Welt bekannt. Beim natürlichen Verfahren der Sojasaucenherstellung werden Weizen und Sojakörner aussortiert und miteinander vermischt. Dann wird eine natürliche Gärkultur sowie Salz und Wasser dazugegeben. Diese Mischung wird dann Monate lang gären und reifen, ganz wie ein guter Wein. Es entwickelt sich ein reicher seidiger Geschmack, mit einer wunderbaren Efeufarbe. Nach dem Gären wird die Flüssigkeit gefiltert, pasteurisiert und in Flaschen gefüllt. Natürlich gibt es auch einen schnelles industrielles Verfahren, dabei hat das Endprodukt allerdings bei weitem nicht die Qualität, wie beim natürlichen Verfahren.

Sojasauce zum Kochen ist dunkler und dicker, als die Sauce zum Nachwürzen, die heller und salziger ist. Die Sojasauce ist wegen des hohen Salzgehalts sehr lange auch ohne Kühlung haltbar. In Asien wird sie zu fast allen Gerichten benutzt, auch zu Desserts. Sojasauce hält die salzigen, süßen und sauren Geschmäcke der anderen Grundsubstanzen in Balance und wirkt wie ein natürlicher Geschmacksverstärker. Jeder Asiatische Kulturkreis hat eine eigene spezielle Sojasauce.


Kaffir-Limettenblätter
Von der Kaffir-Limette, die aussieht wie eine narbige Limette, werden überwiegend die Blätter verwendet. Nur sehr selten werden Fischgerichte mit dem äußerst sauren Fruchtsaft gewürzt. Die Blätter riechen sehr stark und sind in ihrem sauer-würzigen Geschmack durch kein anderes Gewürzkraut zu ersetzen. Man erhält sie frisch im Asia-Laden oder getrocknet im Supermarkt. Da die frischen Blätter wesentlich intensiver schmecken, sollten Sie diese bevorzugen. Tipp: Die frischen Blätter lassen sich auch einfrieren.

 


Palmzucker
Die Fächer- oder Zuckerpalme liefert den Saft, aus dem Palmzucker hergestellt wird. Er ist angenehm süß und hat einen leichten Karamell-Geschmack. Palmzucker bekommt man im Asia-Laden, seltener im Supermarkt. Er ist sehr fest und muss mit dem Mörser zerstoßen oder in kleinen Stückchen abgeschabt werden.

Basilikum
Das in Europa angebotene Basilikum hat dunkelpurpurne Stiele und dunkelgrüne, relativ kleine Blätter. Man bekommt es frisch im Asia- Geschäft. Das Spektrum seines Aromas reicht von anisartig bis pfefferminzig. Beim Kochen werden ausschließlich die Blätter verwendet, je nach Rezept klein geschnitten oder ganz. Tipp: Rösten Sie ein paar Blättchen Basilikum ganz kurz in einer beschichteten Pfanne und geben Sie sie kurz vor dem Servieren über gegrillten Fisch oder gegrillte Meeresfrüchte. Duftet und schmeckt köstlich!

Pandanus

Pandanus ist ein Gewürz für Desserts, es wird die "Vanille Asiens" genannt. Sie schmeckt blumig, ein wenig nach Nuss und entwickelt ihr volles Aroma erst beim Erhitzen. Sie wird gern ins kochende Wasser von Reis geben, aber passt auch gut zu mariniertem Hühnerfleisch.

Thai-Ingwer
Thai-Ingwer, auch Galgant oder Galgangwurzel genannt, wird in kleinen Knollen im Obst- und Gemüseregal angeboten. Er wird in der gesamten asiatischen Küche häufig eingesetzt (und sogar zu Sushi gereicht). Die Knollen werden geschält und dann in hauchdünne Scheiben geschnitten im Gericht mitgekocht. Thai-Ingwer gibt einen frisch-würzigen Geschmack und wirkt verdauungsfördernd.

Koriander

Koriander hat ein Zitrus-Ingwer-Aroma, was den einen oder anderen ein wenig an Seife erinnert. Die einen mögen es, die anderen hassen es. Koriander verwandelt jedes Gericht in etwas Exotisches. Man sollte ihn jedoch nicht mitkochen. Er ist geeignet in Salaten, in Wraps oder Jogurt-Dips, aber auch zu Tintenfisch.

Zitronengras
Dieses Süßgrasgewächs ist auch unter den Namen Citronella und Lemongras bekannt. Außer in den Ländern Asiens ist es in Australien heimisch. Zum Kochen werden der Stiel und der Blattansatz verwendet. Zitronengras gibt den Gerichten einen herrlich frischen, leicht herben Geschmack. Die Blätter des Grases werden ausschließlich zu Tee verarbeitet. Zitronengras ist anregend und fördert die Konzentration.

Sichuan Pfeffer

Tatsächlich hat Sichuan Pfeffer nichts mit Weißem, Schwarzem oder Grünem Pfeffer zu tun. Sichuan Pfeffer ist die getrocknete rot-braune Ernte der dornigen chinesischen Esche. Er ist pikant und hat einen milden Geschmack. Die Aromen und Geschmäcke werden beim braten intensiver. Die Schärfe des Sichuan Pfeffer löst mitunter ein kribbeln aber dafür kein brennen aus. Er wird oft für Gerichte mit Huhn und Ente verwendet.

 


 

Wasabi

Die Wasabi Wurzel wird auch Japaner Meerrettich genannt, weil diese ähnlich scharf schmeckt. Dies spürt man bis in die Nase. Aus geriebenen Wasabiwurzeln wird die zum Sushi unentbehrliche Paste zubereitet. Wasabi kann auch gut als Dipp mit Sojasoße vermischt verwendet werden. Wasabi passt auch hervorragend zu Fischgerichten.